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Dalibor
 

Die Geschichte des Ironman

(Auszug aus Wikipedia)
Erfunden wurde der Triathlon um 1920 in Frankreich. „L’Auto“ berichtet, dass seit 1920 jährlich ein Rennen, genannt „Les Trois Sports“ stattfand. Das Event fand bei Joinville le Pont, in Meulan und Poissy statt und bestand aus einem 3-km-Lauf, 12-km-Radwettbewerb und der Überquerung des Flusses Marne. Es wurde auch unter den Namen „La Course des Débrouillards“ und „La course des Touche à Tout“ geführt. Als Hobby-Event verbleibt es aber in Anonymität, obwohl immer wieder Rennen bekannt werden, wie etwa Marseille (1927). Die drei Disziplinen wurden hintereinander ohne Pause absolviert. 1934 gab es in Rochelle eine Ausgabe von „Les Trois Sports“, mit einer Kanalquerung (ca. 200 m), einem 10-km-Radwettbewerb im Hafen von Rochelle und im Park Laleu und einem abschließenden 1200-m-Lauf im Stadion André-Barbeau. Aus dieser Zeit stammt die Lizenz (Ausstellungsjahr 1927) für Monsieur Rene Taqué aus Perpignan. Dann wurde es wieder still um den modernen Multisport, bis er in Amerika erneut erwachte [1]

Mitte der 70er Jahre wurde der Ausdauerdreikampf erneut „erfunden“. Die beiden Amerikaner Jack Johnstone und Don Shanahan organisierten am 25. September 1974 in San Diego, Kalifornien, den ersten auch so genannten Triathlon. Das kleine Rennen mit 46 Teilnehmern ging über 6 Meilen Laufen (ca. 10 km), 5 Meilen Radfahren (ca. 8 km) und 500 Yards Schwimmen (ca. 0,5 km) und trug den Namen Mission Bay Triathlon. Namensgeber war die vor San Diego gelegene Lagune. Einer der Teilnehmer war der später auf Hawaii stationierte Marine-Offizier John Collins, später einer der Initiatoren des ersten Hawaii-Ironmans 1978. Dort findet heute noch der bekannteste und spektakulärste Wettkampf, der Ironman Hawaii statt. Für diesen Wettkampf muss man sich seit 1988 bei einem der weltweit stattfindenden, als Ironman lizenzierten Wettbewerbe durch eine schnelle Gesamtzeit in seiner Altersklasse qualifizieren. Die Altersklassensieger des Vorjahres und die Top-Ten des Elitefeldes sind automatisch qualifiziert, dazu gibt es ein Losverfahren, in dem 200 weitere Startplätze vergeben werden. Der Ironman auf Hawaii gilt als Weltmeisterschaft der Ironman-Serie. Parallel dazu schreibt die International Triathlon Union ihre eigenen Langdistanz-Weltmeisterschaften über eine meistens etwas kürzere Distanz aus.

Neben den Ironman-Veranstaltungen hat die Kurzdistanz in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Seit der Aufnahme ins Olympische Programm im Jahr 1994 ist die Leistungsdichte im von der International Triathlon Union verantworteten Triathlon-Weltcup stetig gestiegen. Die ITU schreibt seit 1989 Weltmeisterschaften auf der Kurzdistanz aus, die seit Mitte der 90er-Jahre offiziell "Olympische Distanz" heißt. Ab dem Jahr 2009 wird die Weltmeisterschaft ähnlich wie in der Formel 1 in einem Serienformat (Dextro Energy Triathlon ITU World Championship Series) ausgetragen.

Beginnend in den 80er Jahren entstand sowohl in der BRD als auch in der DDR eine Triathlonkultur in Deutschland (siehe auch Deutsche Triathlon Union). Im Zuge des allgemeinen Fitnesstrends hat sich der Triathlon mittlerweile auch im Breitensport etabliert. Die Anzahl von professionell organisierten Rennen in ganz Deutschland steigt nach Angaben der DTU von Jahr zu Jahr. Es gibt eine von der Deutschen Triathlon Union organisierte Deutsche Triathlonliga mit der 1. Bundesliga und einer in zwei Unterligen aufgespaltenen 2. Bundesliga (Nord und Süd). Darunter werden Regionalligen in sechs Regionen und weiteren Ligen auf Landesebene durchgeführt. Verschiedene Citytriathlons mit einem Einsteigerwettkampf über die Sprintdistanz, einer Kurzdistanz und manchmal auch in Verbindung mit einem Triathlonliga- oder ITU-Weltcup-Rennen in Großstädten wie in Hamburg, Kiel oder Leipzig haben Starterzahlen von über 1000. Außerdem gibt es viele auf regionaler Ebene organisierte Triathlonwettbewerbe. Aufgrund der Veranstaltungsordnung der DTU ergeben sich Teilnehmerzahlen von 50-250 und >250 Wettkämpfen.
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